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 Sachwerte
Physische Güter wie Immobilien oder Schmuck, die bei Inflation im Gegensatz zu Bargeld nicht an Wert verlieren.
 Schattenwirtschaft
Nicht gemeldete und statistisch nicht erfasste Wirtschaftstätigkeiten. Zur Schattenwirtschaft zählen an sich legale Aktivitäten, die den Finanzämtern jedoch nicht gemeldet werden (Schwarzarbeit, Tauschgeschäfte unter Bekannten, Garagenverkäufe), sowie illegale Handlungen (Verkauf von Drogen, Glücksspiel, Prostitution).
 Schengener Abkommen
Europäischer Vertrag über die Zusammenarbeit im Bereich der inneren Sicherheit, mit dem insbesondere die Personenkontrollen an den gemeinsamen Grenzen abgeschafft werden sollen.
 Schock
Eine bedeutende, plötzliche und unerwartete Änderung einer wirtschaftlichen Kenngrösse.
 Schuldenbremse
Finanzpolitischer Mechanismus zur Stabilisierung der Staatsverschuldung unter Berücksichtigung des Konjunkturzyklus.
 Schwarzmarkt
Unter einem Schwarzmarkt versteht man ganz allgemein einen illegalen Markt. Auf einem solchen werden knappe, vom Staat preislich fixierte oder durch Umgehung von Steuern u. ä. teilweise erheblich vergünstigte Güter gehandelt. Weiterhin entwickeln sich Schwarzmärkte für verbotene Güter, wie z. B. Drogen oder Waffen. Auf dem Schwarzmarkt ist der Handel nicht staatlich kontrolliert oder reguliert, er funktioniert aber sehr wohl nach den Regeln des Marktes. Schwarzmarktpreise bei staatlich fixierten Höchstpreisen bzw. Abgabebeschränkungen stellen den eigentlichen Marktpreis dar. Anstelle einer ordentlichen Rechtsprechung zur Beilegung von Disputen gilt auf dem Schwarzmarkt meist das „Recht des Stärkeren“, was sich auch in Gewaltkriminalität äussern kann.
 Sekundärverteilung
Als Sekundärverteilung bezeichnet man die Verteilung des Volkseinkommens nach Primär- und Umverteilung, also nach Staatseingriffen.
 Sichteinlagen
Bankguthaben, über die innert kurzer Frist verfügt werden kann.
 Skos
Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe. Die SKOS ist ein Fachverband, der sich für die Ausgestaltung und Entwicklung der Sozialhilfe in der Schweiz engagiert. Die Organisation setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Gemeinden, Kantonen, vom Bund sowie von privaten Organisationen des Sozialbereichs zusammen.
 Sockelarbeitslosigkeit
Arbeitslosigkeit, die sich ergibt, weil institutionelle Schranken (z.B. Mindestlöhne) den Strukturwandel erschweren und den Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage verhindern.
 Solidaritätsprinzip
Ein Grundprinzip im Sozialversicherungskonzept der Schweiz wobei es zwischen den Versicherten zu starken Umverteilungen kommt. Die Beiträge richten sich nach der finanziellen Leistungsfähigkeit der Versicherten, die Versicherungsleistungen nach deren Bedürftigkeit (z.B. AHV).
 Sozialabgaben
Zahlungen für fie Sozialversicherungen, die nicht via Steuern über das staatliche Budget, sondern über Lohnabzüge bei den Versicherten finanziert werden.
 Soziale Kosten
Gesamte Kosten der Produktion von Gütern und Dienstleistungen, also auch diejenigen, welche aus externen Kosten resultieren.
 Soziale Marktwirtschaft
In einer sozialen Marktwirtschaft beschränkt sich der Staat nicht nur auf die Aufrechterhaltung der Rahmenbedingungen, sondern er sorgt auch für einen sozialen Ausgleich, d.h. es werden durch Steuern Einkommens- und Vermögensunterschiede korrigiert. Zusätzlich greift der Staat auch bei Marktversagen ein und übernimmt damit gewisse lenkende Aufgaben.
 Sozialismus
Es gibt keine allgemein gültige Definition. Sozialismus kann aber definiert werden als die als Gegenmodell zum Kapitalismus entwickelte politische Lehre, die bestehende gesellschaftliche Verhältnisse mit dem Ziel sozialer Gleichheit und Gerechtigkeit verändern will, und eine nach diesen Prinzipien organisierte Gesellschaftsordnung anstrebt.
 Sozialkapital
Ressourcen, die sich aus den Beziehungen zwischen Menschen ableiten, also aus deren Teilnahme am sozialen Netzwerk.
 Sozialpolitik
Der Begriff Sozialpolitik umschreibt die Bestrebungen und Massnahmen, welche darauf angelegt sind, die Nöte und Schwierigkeiten von Einzelnen oder Grup­pen zu verhüten, zu mildern oder zu beheben oder gezielt sozial benachteiligte Personengruppen zu unterstützen.
 Sozialversicherungen
Obligatorische staatliche Versicherungen, die soziale Risiken abdecken und vorwiegend über Lohnabzüge finanziert werden.
 Spareinlagen
Bankeinlagen, die nicht direkt für den Zahlungsverkehr bestimmt sind.
 Sparen
Verzicht auf Konsum; ermöglicht Investitionen.
 Spezialisierung
Die Unternehmen und die einzelnen Arbeitnehmenden konzentrieren sich auf bestimmte eingeschränkte Abläufe innerhalb des Produktionsprozesses.
 Spiel
Entscheidungssituation mit mehreren Beteiligten, die einander mit ihren Entscheidungen gegenseitig beeinflussen.
 Spieltheorie
Im Spiel versucht jeder, schlauer zu sein als die anderen. Die Spieltheorie untersucht, was herauskommt, wenn das alle versuchen und betrachtet Entscheidungssituationen, in denen das Ergebnis für einen Entscheider nicht nur von seinen Entscheidungen, sondern auch von dem Verhalten anderer Entscheider abhängt.
 Staatenbund
Ein Staatenbund entspricht einem Zusammenschluss von Staaten, die zusammenarbeiten, wobei der einzelne Staat weiterhin souverän bleibt. Meist entsteht ein derartiger Staatenbund aus aussen- und sicherheitspolitischen Gründen. Der Staatenbund verfügt zwar über gemeinsame politische Organe, jedoch ist es eher ein politisch loses Gebilde, da die einzelnen Staaten souverän bleiben (z.B. EU, Beneluxländer).
 Staatsausgaben
Konsum- und Investitionsausgaben der öffentlichen Hand.
 Staatskonsum
Staatliche Konsumausgaben für Güter und Dienstleistungen.
 Staatsquote
Ausgaben aller öffentlichen Haushalte und er obligatorischen Sozialversicherungen, gemessen als Prozentsatz des nominalen BIP.
 Staatsverschuldung
Alle Schulden der öffentlichen Haushalte.
 Stagflation
Kombination von Stagnation des BIP-Wachstums und gleichzeitiger Inflation.
 Standard-Preis-Ansatz (Lenkungsabgabe)
Mit einer staatlichen Umweltabgabe soll ein politisch festgelegter Grenzwert (Standard) eines schädigenden Gutes erreicht werden.