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 Parkinsonsches Gesetz
Dieses Gesetz handelt von der Wachstumsbestrebung von Bürokratie und beschreibt den Tatbestand, dass der öffentlichen Verwaltung ein ausgesprochen expansives Verhalten innewohnt, welches auf Ausgaben- und Budgetmaximierung ausgerichtet ist. Macht, Prestige und ein hohes Einkommen erhält derjenige Beamte, der ein hohes Budget verwaltet und diese jährlich ausdehnen kann. Zusammen mit der Ausgabenfreudigkeit der Parlamente entsteht eine Tendenz zur Steigerung der öffentlichen Ausgaben
 Pensionskasse
Vorsorgeeinrichtung von Unternehmen oder der öffentlichen Hand, über welche die beruflichen Vorsorge (2. Säule) abgewickelt wird.
 Pigou Steuer
Die Pigou-Steuer dient der Internalisierung eines externer Kosten. Wenn sich keine private Lösung (siehe Coase-Theorem) zur Internalisierung des externen Effekts ergibt, kann der Staat mittels finanziellen Anreizen das Verhalten der Marktakteure so verändern, dass die Wohlfahrt maximiert wird.
Es wird dabei eine Steuer in der Höhe der effektiven externen Kosten (z.B. C02-Ausstoss) erhoben. Damit ist quasi der externe Effekt nun im Preis für das Produkt berücksichtigt und damit der externe Effekt beseitigt.
 Planwirtschaft
Bezeichnet eine Wirtschaftsordnung, in der wesentliche Allokationsentscheidungen von einer Verwaltungsinstanz zentral getroffen werden.
 Politische Konjunkturzyklen
Aus wahltaktischen Gründen ausgelöste Konjunkturzyklen.
 Politische Ökonomie
Zweig der Volkswirtschaftslehre, der politische Prozesse mit ökonomischen Konzepten untersucht.
 Polizeirechtlicher Umweltschutz
Staatliche Vorschriften in Form von Geboten und Verboten, die umweltschädigende Tätigkeiten einschränken sollen.
 Popitzsches Gesetz
Dieses Gesetz beschreibt die Anziehungskraft des übergeordneten Haushaltes. Die öffentlichen Ausgaben haben sich von den Gemeinden zu den Ländern (Kantone) und von hier zum Bund hin verlagert. J. Popitz hat diesen Konzentrationsprozess als erster erkannt.
 Portfolioinvestition
Kauf von ausländischen Wertpapieren (v.a. Aktien und Obligationen), die nicht zu einer grösseren Beteiligung an Unternehmen führen.
 Preis
Mass für die Knappheit von Gütern und Dienstleistungen.
 Preisdifferenzierung
Unter Preisdifferenzierung versteht man in der Betriebswirtschaftslehre eine Preispolitik von Anbietern, mit Instrumenten der Preisgestaltung die maximale Zahlungsbereitschaft der Nachfrager auszuschöpfen.
Die Strategie der Preisdifferenzierung kann die Marktmechanismen mit ihren einheitlichen Preisen ausser Kraft setzen und im Allgemeinen zu Wohlfahrtsverlusten führen, weshalb sie in der Volkswirtschaftslehre als Preisdiskriminierung bezeichnet wird.
Die Ziele der Preisdifferenzierung bestehen in der Bildung von Teilmärkten mit spezifischen Nachfrageverhalten, Reduktion der Markttransparenz in Märkten mit hoher Standardisierung sowie Möglichkeit der besseren Auslastung freier Kapazitäten.
Eine Preisdifferenzierung liegt vor, wenn ein Unternehmen für gleiche oder gleichartige Produkte unterschiedliche Preise verlangt, die sich nicht oder nicht gänzlich durch Kostenunterschiede begründen lassen. Aus diesem Grund hängen die Strategien der Preis- und Produktdifferenzierung eng zusammen. Man spricht dann noch so lange von echter Preisdifferenzierung, wie die Preisunterschiede der verschiedenen Qualitätsstufen größer sind als die entsprechenden Kostenunterschiede.
 Preiselastizität der Nachfrage
Die prozentuale Änderung der nachgefragten Menge eines Gutes bezogen auf die prozentuale Änderung des Preises.
 Preiselastizität des Angebotes
Die prozentuale Änderung der angebotenen Menge bezogen auf die prozentuale Änderung des Preises.
 Preisniveau
Höhe der Preise in einem Land, meist gemessen als Preis eines repräsentativen Warenkorbs.
 Preissignal
Information, welche die Preise den Marktteilnehmern über die relative Knappheit eines Gutes vermitteln.
 Preisüberwachung
Behörde der schweizerischen Wettbewerbspolitik, die für jene Bereiche zuständig ist, bei denen aufgrund natürlicher Monopole oder Regulierungen kein Wettbewerb möglich ist.
 Primärverteilung
Als Primärverteilung wird in der Sozialpolitik die Verteilung der Einkommen durch den Marktprozess verstanden.
 Private Güter
Güter, die rivalisierend und ausschliessbar im Gebrauch sind. Die meisten Güter sind private Güter.
 Private Kosten
Kosten, die bei der Produktion von Gütern und Dienstleistungen beim Produzenten anfallen.
 Privater Konsum
Konsumausgaben der privaten Haushalte.
 Produktionsfaktoren
Materielle und immaterielle Mittel zur Herstellung von Gütern und Dienstleistungen.
 Produktionsmöglichkeitenkurve
Zeigt die verschiedenen Güterkombinationen, die eine Volkswirtschaft mit den vorhandenen Ressourcen und der gegebenen Technologie produzieren kann.
 Produktionspotential
Produktionsmöglichkeiten einer Volkswirtschaft bei voller Auslastung der personellen und technischen Kapazitäten.
 Produzentenrente
Die Produzentenrente ist die Differenz zwischen dem Preis, zu dem ein Produzent sein Gut anbieten würde, und dem Marktpreis. Im Preis-Mengen-Diagramm kann die Produzentenrente als der Bereich oberhalb der Angebotskurve, aber unterhalb der Preislinie gemessen werden.
 Progressive Steuer
Steuer, bei der die ökonomisch leistungsfähigeren Wirtschaftssubjekte prozentual stärker besteuert werden.
 Prohibitivpreis
Der Prohibitivpreis ist der Preis, bei dem die Haushalte bzw. die Käufer nicht mehr bereit oder nicht mehr in der Lage sind, auch nur eine Mengeneinheit des betreffenden Gutes zu kaufen.
 Protektionismus
Massnahmen, die ein Land ergreift, um die einheimische Industrie gegen den Wettbewerb durch Importe zu schützen. (Üblicherweise werden auf derartige Importe Zölle oder Importquoten erhoben).
 Präferenz
Bevorzugung einer bestimmten Handlungsalternative, die sich aus der individuellen Bewertung aller Handlungsalternativen ergibt.
 Pseudoexterne Effekte
Effekte, die nicht am Markt vorbei wirken, sondern eine Folge des Wettbewerbs auf den Märkten sind und Auswirkungen auf andere Märkte haben. Eröffnung und Vernichtung von Marktchancen.