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 Nachfragekurve
Eine Funktion oder Kurve, welche die Menge an Waren angibt, die Käufer zu jedem betrachteten Preisniveau zu erwerben bereit sind, wenn alle anderen Variablen konstant sind. Normalerweise trägt man in der grafischen Darstellung der Nachfragekurve den Preis auf der senkrechten oder Y-Achse ab und die nachgefragte Menge auf der waagrechten X-Achse.
 Nachfrager
Wirtschaftliche Akteure, die Güter und Dienstleistungen erwerben möchten und auf einem Markt als Käufer auftreten.
 Nachfragesoginflation
Eine Preisinflation, die durch übermässige Nachfrage nach Gütern verursacht wird, beispielsweise durch einen deutlichen Anstieg der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage.
 Nachfragestimulierung
Positive Beeinflussung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage mittels wirtschaftspolitischer Massnahmen.
 Nachfrageüberhang
Die nachgefragte Menge übersteigt die angebotene Menge, weil der herrschende Preis unter dem Gleichgewichtspreis des Marktes liegt.
 Nachhaltige Staatsfinanzierung
Die Ausgaben des Staates sind langfristig (über einen Konjunkturzyklus hinweg) durch die ordentlichen Einnahmen gedeckt.
 Nachsorge
In der Regel druch den Staat organisierte, nachträgliche Beseitigung einer Umweltverschmutzung.
 Nachtwächterstaat
Als Nachtwächterstaat wird ein Staat bezeichnet, dessen Aufgabe auf die Wahrung der inneren und äusseren Sicherheit beschränkt ist, um in erster Linie das Privateigentum der Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Dieser Minimalstaat greift insbesondere nicht durch Wirtschafts- oder Sozialpolitik in den freien Markt ein.
 Nash-Gleichgewicht
Es beschreibt in nicht-kooperativen Spielen einen Zustand eines strategischen Gleichgewichts, von dem ausgehend kein einzelner Spieler für sich einen Vorteil erzielen kann, indem er einseitig von seiner Strategie abweicht. Es ist ein grundlegendes Lösungskonzept der Spieltheorie. Im Nash-Gleichgewicht spielen alle Spieler eine beste Antwort auf das Verhalten der Gegenspieler. 
John Nash wurde im Jahre 1928 in West Virginia geboren und promovierte an der Princeton University. Er ist der Erfinder des Nash-Gleichgewichts und erhielt 1994 (zusammen mit John Harsanyi und Reinhard Selten) den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften.
 Natürliches Monopol
Monopolsituation, die deshalb besteht, weil die hohen Fixkosten der Produktion potenzielle Konkurrenten davon abhalten, in den Markt einzutreten.
 Negativer Nachfrageschock
Unerwarteter Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage.
 Nettoexporte
Wert der Exporte einer Volkswirtschaft abzüglich des Werts der Importe.
 Neue Armut
Die neue Armut bezeichnet ein zentrales Problem der wirtschaftlich hoch entwickelten Industrieländer. Betroffen sind vor allem schlecht qualifizierte Arbeitskräfte (working poor), Alleinerziehende, kinderreiche Familien, Langzeitarbeitslose, Menschen mit Suchproblemen und Behinderte.
 Nicht kooperative Spieltheorie
Die Spieler entscheiden über ihre Züge völlig unabhängig von den anderen Spielern und haben keine Möglichkeit einen bindenden Vertrag abzuschliessen. Es kann also durchaus auch in der nicht kooperativen Spieltheorie zu Kooperationen kommen, aber das steht nicht von vornherein fest, sondern ergibt sich als völlig freie Entscheidung im Spiel. Beispiel: Oligopolspiel
 Nichttarifäre Handelshemmnisse
Alle protektionistischen Massnahmen mit Ausnahme der Zölle, die den freien Austausch von Gütern und Dienstleistungen behindern. Beispiel sind Quoten, unterschiedliche technische Vorschriften und Subventionen.
 Nominale Grösse
Eine wirtschaftliche Kenngrösse, die nicht um die Inflation korrigiert wird und damit zu laufenden Preisen bewertet wird.
 Nominales BIP
Die gesamte, zu laufenden Preisen bewertete Produktion von Gütern und Dienstleistungen einer Volkswirtschaft.
 Nominalgeld
Geld, dessen Nominalwert höher ist als der Eigenwert. (z.B. eine Banknote: ihr Wert als Stück Papier beträgt mehrere Rappen, jedoch besitzt sie einen Nominalwert von beispielsweise 10 Franken).
 Nominalzins
Preis für die Überlassung von Geld, den der Schuldner dem Gläubiger zahlen muss.
 Notenbankgeldmenge
Von der Nationalbank geschaffene Zahlungsmittel: Notenumlauf (exkl. Münzen und auf Banken liegende Noten) plus Giroguthaben der Geschäftsbanken bei der SNB.
 Nullsummenspiel
Bei einem Zweipersonen-Nullsummenspiel verliert der eine Spieler das, was die andere Spielerin gewinnt. Die Interessen sind in diesen Spielen völlig entgegengesetzt, die Spieler haben keinerlei gleichgerichtete Interessen. Somit beträgt die Auszahlungssumme über beide Spieler immer genau null.
 Nutzen
Mass für das Wohlbefinden oder die Zufriedenstellung eines wirtschaftlichen Akteurs.