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 Landesindex der Konsumentenpreise (LIK)
Landesindex der Konsumentenpreise; er erfasst die Preisbewegungen eines repräsentativen Korbes von Waren und Dienstleistungen, die für die privaten Haushalte eine wichtige Rolle spielen. Er misst also die Preisveränderungen der Güter und Dienstleistungen, die von einem durchschnittlichen Konsumenten gekauft werden.
 Langfristige Preisuntergrenze, Betriebsoptimum
In der Mikroökonomie bezeichnet man als langfristige Preisuntergrenze den Preis im Minimum der durchschnittlichen totalen Kosten (Stückkosten). Die dazugehörige Mengeneinheit wird als Betriebsoptimum bezeichnet. Sollte ein Betrieb zum Betriebsoptimum produzieren und anschliessend zum Preis der langfristigen Preisuntergrenze verkaufen, so befindet er sich in einer Null-Gewinn-Situation. Man erreicht gleichzeitig die komplette Deckung der Vollkosten. Zu einem Preis in Höhe der langfristigen Preisuntergrenze zu verkaufen ist für einen Betrieb vor allem dann sinnvoll, wenn er sich in einem Verdrängungswettbewerb befindet.
 Leistungsbilanz
Teilbilanz der Zahlungsbilanz, welche hauptsächlich alle Einnahmen und Ausgaben aus dem Handel von Produkten und aus der internationalen Verwendung von Produktionsfaktoren erfasst. Wird in der Schweiz auch als Ertragsbilanz bezeichnet.
 Leistungsfähigkeitsprinzip
Bei diesem Grundprinzip der Abgabenerhebung gilt der Staat als ein den Individuen übergeordnetes System auf das die Einzelnen angewiesen sind. Die Erhebung der öffentlichen Abgaben erfolgt völlig losgelöst vom Nutzen, den der Einzelne aus Staatsausgaben zieht. Im Vordergrund steht die gerechte Verteilung der Abgabenlast, was nach der individuellen Leistungsfähigkeit erfolgt. Damit eine gerechte Verteilung zustande kommt, muss jeder ein gleich hohes Opfer erbringen, d.h. der Steuerbetrag muss das Einkommen derartig verringern, dass bei allen eine identische Nutzenkürzung zustande kommt.
 Leistungsgerechtigkeit
Stellt die individuelle Leistung eines Individuums in den Vordergrund und ist das grundlegende Prinzip in der Schweizer Volkswirtschaft. Jede Person erhält das Einkommen, das seiner Leistung entspricht (z.B. Arbeitsmarkt).
 Leitwährung
Referenzwährung bei einer Wechselkursfixierung zwischen mehreren Ländern.
 Leitzins
Zentraler kurzfristiger Zinssatz für die Kommunikation der Geldpolitik.
 Lenkungsabgabe
Besteuerung einer umweltschädigenden Tätigkeit mit dem Ziel, die externen Effekte zu internalisieren.
 Liberalisierung
Öffnung eines bisher monopolistischen Marktes durch die Zulassung von Wettbewerb.
 Liberalismus
Liberalismus ist eine Geisteshaltung sowie die darauf aufbauende politisch-philosophische Lehre und politische Ausrichtung, die die individuelle Freiheit als normative Grundlage der Gesellschafts- und Wirtschaftsordnung anstrebt.
 Liquide Mittel
Finanzielle Mittel wie z.B. Bargeld oder Kontoguthaben, mit denen Zahlungen getätigt werden können.
 Liquidität
Leichtigkeit, mit der man ein Wertpapier oder ein Kontoguthaben zu Geld machen kann, um damit Zahlungen zu tätigen.
 Lohn-Preis-Spirale
Prozess der fortwährenden Überwälzung von höheren Kosten auf die Preise und Löhne: Kosten werden auf Preise überwälzt. Als Folge davon werden Lohnsteigerungen durchgesetzt, was wiederum zu höheren Kosten führt. Es entsteht ein Teufelskreis (Spirale), die sich verselbständigen kann.
 Lohnstückkosten
Lohnkosten pro produzierte Einheit eines Gutes oder einer Dienstleistung.
 Lohnsubvention
Staatlicher Lohnzuschuss an Personen, die durch ihr Einkommen aus der Erwerbstätigkeit ein Existenzminimum nicht erreichen.
 Lorenzkurve
Eine grafische Darstellung, die das Ausmass der Ungleichheit von Einkommen und Vermögen aufzeigt.