VWL VWL Glossar

VWL Glossar

Artikelaktionen
 Gebühr
Zahlungen an den Staat für klar definierte Gegenleistungen, wie z.B. für das Austellen eines Reisepasses
 Gefangenendilemma
Ein besonderes Paradoxon das zeigt, warum Kooperation selbst dann schwer fällt, wenn sie für beide Seiten Vorteile bringt. So können individuell rationale Entscheidungen zu kollektiv schlechteren Ergebnissen führen.
 Geld
Das Zahlungsmittel oder Hilfsmittel beim Warenaustausch.
 Geldmarkt
Markt, auf dem sich die Banken gegenseitig kurzfristige Kredite geben können.
 Geldmarktzins
Zinsen, die für sehr kurzfristige Kredite auf dem Geldmarkt verlangt werden.
 Geldmenge
Menge an Mitteln, die für Zahlungen verwendet werden können.
 Geldmenge M1, M2, M3
M1 = Bargeld („Portemonnaie“) plus Sichteinlagen bei Banken und Post plus Transaktionskonti

M2 = M1 plus Spareinlagen (ohne Vorsorgegelder)

M3 = M2 plus Termineinlagen
 Geldmengenziel
Geldpolitisches Ziel, das Preisstabilität über die Beeinflussung der Geldmenge erreichen will.
 Geldpolitik
Massnahmen der Notenbank zur direkten Beeinflussung der Geldmenge, des Zinsniveaus und derWechselkurse.
 Geldschöpfung
Schaffung von Geld, indem die Zentralbank den Geschäftsbanken und schliesslich die Geschäftsbanken weiteren Akteuren Kredite gewähren.
 Geldschöpfungsmultiplikator
Faktor, um den sich eine von der Zentralbank geschaffene Geldeinheit durch die Geldschöpfung der Geschäftsbanken maximal erhöhen kann.
 Gemischte Strategie
Die Strategiewahl ist durch Zufall bestimmt und führt immer zu einem Nash-Gleichgewicht. Beispiel: Ein Spieler würfelt (Zufallsmechanismus) und wählt bei einer „Sechs“ die Strategie A und ansonsten die Strategie B.
 Gesamtwirtschaftliche Nachfrage
Die gesamte, während einer bestimmten Periode gekaufte Menge an Gütern und Dienstleistungen.
 Gesamtwirtschaftliche Produktionsfunktion
Beziehung zwischen der in einer Volkswirtschaft produzierten Menge an Gütern und Dienstleistungen (reales BIP) un den insgesamt dafür eingesetzten Produktionsfaktoren.
 Gesamtwirtschaftliches Angebot
Die gesamte, während einer bestimmten Periode produzierte Menge an Gütern und Dienstleistungen.
 Geschäftsbanken
Kommerzielle Geldinstitute, die Gelder entgegennehmen und als Kredite vergeben. Alle Banken ausser der Zentralbank werden als Geschäftsbanken bezeichnet.
 Gesetz der Nachfrage
Die nachgefragte Menge sinkt mit steigenden Preisen, wenn alle anderen Einflüsse konstant gehalten werden.
 Gesetz des abnehmenden Grenznutzens
Je mehr man von einem Gut oder einer Dienstleistung bereits konsumiert hat, desto geringer wird der Nutzen einer zusätzlichen konsumierten Einheit.
 Gewinndruckinflation
Angebotsseitige Inflationstheorie; Erhöhungen der Marktmacht auf der Anbieterseite durch Monopole und Kartelle schränken die gesamtwirtschaftliche Produktion ein und erhöhen die Preise.
 Gini-Koeffizient
Kennzahl zur mathematischen Berechnung der Einkommensverteilung anhand der Lorenzkurve, also wie viel Prozent der Bevölkerung verdienen wie viel Prozent des Einkommens.
 Girokonten der Geschäftsbanken bei der Zentralbank
Konten, welche die Geschäftsbanken bei der Zentralbank haben. Diese sind so liquide wie Bargeld und werden deshalb zur Notenbankgeldmenge gezählt.
 Gleichgewicht
Situation, in der kein wirtschaftlicher Akteur einen Grund hat, seine Handlungen anzupassen.
 Globalisierung
Zunehmende wirtschaftliche Verflechtung von Volkswirtschaften durch die raschere Verbreitung von Technologien und das Wachstum des globalen Handels und der internationalen Finanzströme.
 Goldstandard
Ein System, bei dem ein Land seine Geldeinheit als Äquivalent eines bestimmten Goldgewichts definiert, seine Währung durch Goldreserven deckt und Gold uneingeschränkt zu dem so festgesetzten Preis verkauft, ohne Beschränkung der Goldeinfuhr oder –ausfuhr.
 Grenzkosten
Die zusätzlich anfallenden Kosten zur Herstellung einer zusätzlichen Einheit.
 Grenznutzen
Zusätzlicher Nutzen, der entsteht, wenn eine zustätzliche Einheit eines Gutes oder einer Dienstleistung konsumiert wird.
 Grenzprodukt (Grenzertrag)
Die zusätzliche Produktionsmenge, die man durch Einsatz einer zusätzlichen Einheit Produktionsfaktors erhält, wenn alle anderen Faktoren konstant gehalten werden.
 Grenzproduktivität des Kapitals
Entspricht dem Verhältnis von jedem zusätzlichen Output (Produkt; Gut) zum dafür zusätzlich eingesetzten Kapital.