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 Bedarfsgerechtigkeit
Stellt den Bedarf eines Individuums in den Vordergrund und ist ein Prinzip in der Sozialpolitik. Als Beispiel sind die Sozialzulagen zu nennen.
 Bedürfnis
Wunsch, einen empfundenen Mangel zu beseitigen oder zu mildern.
 Beitragssatz
Prozentsatz des versicherten Lohnes, der als Beitrag (Prämie) für eine Sozialversicherung bezahlt werden muss.
 Beveridge-Kurve
Grafische Darstellung des Zusammenhangs zwischen der Anzahl Arbeitsloser und der Anzahl offener Stellen.
 Bilaterale I
Vertragswerk zwischen der EU und der Schweiz, das infolge der Ablehnung des EWR-Beitritts ausgehandelt wurde. Es ist als Paket konzipiert und enthält insgesamt sieben Abkommen, darunter eines zum freien Personenverkehr.
 Bilaterale II
Vertragswerk zwischen der EU und der Schweiz, das die Bilateralen I ergänzt. Es umfasst insgesamt neun Abkommen, darunter die Sicherheitszusammenarbeit im Rahmen von "Schengen-Dublin".
 Binnenmarkt
Integrationsform, bei der nicht nur Güter und Dienstleistungen, sondern auch die Produktionsfaktoren Arbeit und Kapital frei gehandelt werden können.
 Binnensektor
Unternehmen und Branchen, die ihre Güter und Dienstleistungen vorwiegend im Inland absetzen.
 Bodenrente
Als Bodenrente wird der Nettoertrag nach Abzug aller Kosten und des Gewinnes, den der Eigentümer aus dem Boden erwirtschaftet, bezeichnet.
 Brechtsches Gesetz
Empirische Untersuchungen ergeben, dass die öffentlichen Ausgaben je Einwohner ab einer gewissen Gemeindegrösse progressiv zunehmen, weshalb sie in Agglomerationen höher sind als in ländlichen Regionen. Beispielsweise fallen in Städten wesentlich höhere Verkehrs- und Sicherheitsausgaben an als in ländlichen Regionen.
 Bretton Woods Konferenz
Konferenz der Alliierten, abgehalten 1944 in Bretton Woods (USA), um die Grundpfeiler der globalen wirtschaftlichen Zusammenarbeit nach dem Zweiten Weltkrieg festzulegen.
 Bretton Woods System
Das Bretton-Woods-System, benannt nach der Konferenz von Bretton Woods, war ein Währungssystem mit dem US-Dollar als Leitwährung. Ziel war die reibungslose und von Handelsbarrieren befreite Abwicklung des Welthandels bei festen Wechselkursen. Das System hatte bis zu seinem Zusammenbruch 1973 Bestand.
 Bruttoinlandprodukt
Gesamtheit aller während eines Jahres in einem Land erbrachten Wertschöpfungen, bewertet zu Marktpreisen.
 Bruttonationaleinkommen
Gesamtheit aller während eines Jahres von Inländern erbrachten Wertschöpfungen, bewertet zu Marktpreisen.
 Buchgeld
Geld, das von den Banken geschaffen wird, insbesondere aus den Einlagen auf Girokonten (Bestandteil von M1), und das durch die mehrfache Ausdehnung der Bankreserven entsteht.
 Budgetbeschränkung
Beschränkungen, mit denen die Konsumenten infolge ihrer begrenzten Einkommen konfrontiert werden. Es ist die Grenze, die anzeigt, wie viele Güter ein Konsument mit einem gegebenen Einkommen zu gegebenen Preisen kaufen kann.
 Budgetdefizit
Die Ausgaben eines öffentlichen Haushalts übersteigen innerhalb einer Budgetperiode dessen Einnahmen.
 Bundesstaat
Ein Bundesstaat ist eine Gesamtheit, der aus mehreren Gliedstaaten (Kantone) zusammengesetzt ist. Der Bund regelt Angelegenheiten über Einheit und Bestand als Ganzes (Landesverteidigung, etc.) und die Gliedstaaten besitzen Autonomie in ihren Kompetenzbereichen (Bildung, etc.). Ein Bundesstaat kennzeichnet sich in der Regel durch eine eigene Währung, eigene Armee und eigene Aussenpolitik (z.B. USA, Deutschland, Schweiz).