VWL VWL Glossar

VWL Glossar

Artikelaktionen
 Abgeleitete Nachfrage
Die Nachfrage nach Produktionsfaktoren ist eine sogenannte abgeleitete Nachfrage. Produktionsfaktoren im Allgemeinen und Arbeitskräfte im Besonderen werden nicht um ihrer selbst willen nachgefragt, sondern weil sie Güter produzieren und Dienste leisten, für die an den Güter- und Dienstleistungsmärkten eine Nachfrage besteht. Die Nachfrage nach Produktionsfaktoren ist also von der Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen abgeleitet.
 Absoluter Vorteil
Gegenüber dem Handelspartner höhere Produktivität bei der Produktion eines Gutes.
 Abwertung
Verringerung des Werts einer Währung gegenüber einer anderen Währung, sodass pro Einheit der Währung weniger Einheiten der anderen Währung gekauft werden können.
 Aequivalenzprinzip
Ein Grundprinzip im Sozialversicherungskonzept der Schweiz wobei die Versicherungsleistung den bezahlten Beiträgen entspricht. (z.B. 3. Säule)
 Aktie
Die Aktie ist ein Wertpapier, das ein Anteilsrecht an einer Aktiengesellschaft verbrieft.
 Allmendgüter
Güter, die zwar rivalisierend im Gebrauch, aber nicht ausschliessbar sind. Bei Allmendgütern besteht die Gefahr der übermässigen Nutzung des Gutes.
 Allokation der Ressourcen
Entscheid darüber, wofür die knappen Ressourcen eingesetzt werden.
 Allokationsproblem
Bei voller Auslastung der gegebenen Produktionsfaktoren kann ein bestimmtes Gut nur vermehrt produziert werden, wenn von einem anderen Gut weniger produziert wird und die dort frei werdenden Ressourcen für die Produktion des erstgenannten Gutes verwendet werden.
 Alterslastquote
Verhältnis der AHV-Beitragszahlenden zu den AHV-Bezüger.
 Anbieter
Wirtschaftliche Akteure, die Güter oder Dienstleistungen auf einem Markt zum Verkauf anbieten.
 Angebotskurve
Grafische Darstellung der angebotenen Mengen in Abhängigkeit vom Preis.
 Angebotsüberhang
Die angebotene Menge übersteigt die nachgefragte Menge, weil der herrschende Preis über dem Gleichgewichtspreis des Marktes liegt.
 Anreiz
Faktor, der einen wirtschaftlichen Akteur motiviert, sich für eine bestimmte Handlungsalternative zu entscheiden.
 Antizyklische Konjunkturpolitik
Beeinflussung der Konjunktur durch eine expansive Geld- und Fiskalpolitik in einer Rezession und einer restriktiven währen eines Booms. Wird auch als keynesianische Konjunkturpolitik bezeichnet.
 Arbeitslosenquote
Prozentualer Anteil der Arbeitslosen an der Erwerbsbevölkerung.
 Arbeitslosenversicherung
Sozialversicherung, die erwerbslosen Personen während der Arbeitssuche ein Einkommen garantiert.
 Arbeitsmarktliche Massnahmen
Gesamtheit aller Massnahmen, mittels derer arbeitslose Personen arbeitsmarktfähig gehalten werden und rasch wieder in den Arbeitsprozess eingegliedert werden sollen.
 Arbeitsmarktregulierungen
Gestaltung des Arbeitsmarktes durch Gesetze und Verordnungen.
 Arbeitsproduktivität
Produktionsausstoss (Output) pro Beschäftigten beziehungsweise pro Arbeitsstunde (Input).
 Arbeitsteilung
Aufteilung des Produktonsprozesses in einzelne Arbeitsschritte, die durch jeweils verschiedene Personen oder Unternehmen ausgeführt werden.
 Armut absolut
Bezeichnet den reinen, objektiv bestimmbaren Bedarf zum physischen Überleben.
 Armut relativ
Bezeichnet den Minimalbedarf hinsichtlich eines allgemeinen Lebensstandards.
 Armut subjektiv
Bezeichnet den Minimalbedarf gemessen am eigenen, persönlichen Empfinden.
 Asymmetrische Information
Bei einer Markttransaktion verfügt die eine Seite über mehr und bessere Informationen als die Gegenseite.
 Ausgabenumlageverfahren
Finanzierungsverfahren für Sozialversicherungen in der Schweiz wobei die Einnahmen aller Versicherten während einem Jahr den Leistungen an alle Versicherten entsprechen. Es erfolgt keine Kapitalbildung (Bsp.: AHV).
 Ausschliessbarkeit
Eigenschaft eines Gutes, wonach ein Akteur einen anderen am Gebrauch eines Gutes hindern kann.
 Aussenwirtschaftspolitik
Massnahmen zur Absicherung der wirtschaftspolitischen Interessen eines Landes gegenüber dem Ausland.
 Autarkie
Situation, in der ein Land keinen internationalen Handel betreibt. Der inländische Konsum entspricht der inländischen Produktion.
 Automatische Stabilisatoren
Staatliche Einnahmen und Ausgaben, die so ausgestaltet sind, dass bei einem Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage automatisch die Nachfrage stimuliert wird.