VWL Mikroökonomie Markteingriffe Setzung von Höchstpreisen

Setzung von Höchstpreisen

Wenn dem Staat aus sozial- oder wirtschaftspolitischen Gründen der Gleichgewichtspreis auf einem bestimmten Markt zu hoch erscheint, so kann er zur Besserstellung oder zum Schutz der Nachfrager einen Höchstpreis festlegen. Damit ein Höchstpreis Sinn macht, muss er unter dem Gleichgewichtspreis liegen.

In der obigen Grafik befindet sich der Markt bei p1 und m1 im Gleichgewicht. Die Setzung eines Höchstpreises p2 führt zu einem Güterangebotsmenge von m2a und zu einer Güternachfrage von m2n. Es resultiert also ein Nachfrageüberschuss von m2n-m2a.

Je tiefer der Höchstpreis, desto grösser der Nachfrageüberschuss. Je unelastischer Angebots- und Nachfragekurve, desto kleiner der Nachfrageüberschuss.

Die Konsumentenrente steigt, die Produzentenrente sinkt und die Gesamtrente sinkt aufgrund des Höchstpreises - es resultiert also gesamthaft gesehen ein Wohlfahrtsverlust. Ausserdem führt der Nachfrageüberschuss in der Praxis zu Schwarz- oder Tauschmärkten oder es werden Nebenleistungen verlangt oder das entsprechende Gut ist nur über Beziehungen zu bekommen (bei den Mietwohnungen sind all diese Begleiterscheinungen zu sehen). Aus diesen Gründen sind Höchstpreise volkswirtschaftlich unerwünscht.