VWL Mikroökonomie Externalitäten Externe Kosten

Externe Kosten

In der Ausgangslage der Grafik bestehen externe Kosten. Anbieter und Nachfrager handeln miteinander das Marktgleichgewicht aus, es wird eine Gleichgewichtsmenge produziert und die wird von den Nachfragern zum Gleichgewichtspreis aufgekauft. Allerdings müssen die Anbieter nicht alle verursachten Kosten tragen. Sie beziehen nur die privaten (betriebswirtschaftlichen) Kosten in ihre Überlegungen ein, denn nur diese müssen sie auch tatsächlich bezahlen (Löhne, Zinsen, Material, Miete…). Die externen Kosten müssen nicht bezahlt werden, sie fliessen deshalb nicht in die Kalkulation der Anbieter ein (Lärm, Abgase…). In der Angebotskurve sind somit nur die privaten Kosten enthalten. Wird der Regler auf der rechten Seite nach oben geschoben, zeigt sich in der Grafik die Situation, bei welcher die Anbieter alle Kosten übernehmen müssen. Die Angebotskurve verschiebt sich nach oben, der Preis steigt (die Anbieter wälzen einen Teil der zusätzlichen Kosten auf die Konsumenten ab) und die Menge sinkt(die Nachfrager sind zum höheren Preis nicht mehr bereit, die ursprüngliche Menge zu kaufen). Auf Märkten mit externen Kosten wird also zu viel produziert und zu billig verkauft.