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Bodenmarkt

Der Boden ist als Produktionsfaktor nutzbar und wirft einen Ertrag, die Bodenrente, ab. Durch die Kapitalisierung der Bodenrente erhält man den Ertragswert des Bodens. Dieser Wert hängt weitgehend von den Zukunftserwartungen desjenigen ab, der ihn berechnet. Der Ertragswert des Bodens ist sowohl für die Anbieter als auch für die Nachfrager der Ausgangspunkt ihres Verhaltens als Verkäufer oder Käufer auf dem Markt.

Die vertikale Gesamtangebotskurve gibt Aufschluss über den gesamten Bodenbestand. Demgegenüber spiegelt die Angebotskurve das Verhalten der bisherigen Bodeneigentümer. Deren Bereitschaft, Boden zu verkaufen, nimmt mit steigendem Preis zu.

Die Gesamtnachfragekurve setzt sich aus der Neunachfrage- und der Eigennachfragekurve zusammen. Die Neunachfragekurve zeigt das Verhalten der potentiellen künftigen Bodeneigentümer. Diese fragen um so mehr Boden nach, je tiefer der Preis ist. Die Eigennachfragekurve beinhaltet jene Bodenmenge, die von den bisherigen Bodeneigentümern nicht angeboten wird.

Bodennachfrage und Bodenangebot werden von den gleichen Überlegungen bestimmt. Deshalb verlagern sich bei Veränderungen der Ertrags- und Risikoverhältnisse die Nachfrage- und die Angebotskurven jeweils gleichzeitig. Allerdings muss es nicht zwingend so sein, wie in der Grafik dargestellt, dass es keinen Mengeneffekt bei den Handänderungen gibt.