VWL Makroökonomie Wachstumstheorie und -politik Wirtschaftswachstum

Produktionspotential

Wirtschaftswachstum

Die Kurve in der Grafik wird Produktionsmöglichkeitenkurve genannt. Das Modell beschränkt sich hier auf zwei Güter. Sie zeigt die verschiedenen Güterkombinationen, die eine Volkswirtschaft mit den vorhandenen Ressourcen und der gegebenen Produktionstechnik produzieren kann. Befindet sich eine Volkswirtschaft auf der Produktionsmöglichkeitenkurve, so nutzt sie ihre knappen Ressourcen voll aus. Bei voller Nutzung aller Ressourcen kann sich die Volkswirtschaft entlang der Kurve bewegen. Auf den Schnittpunkten der Kurve mit den Achsen werden jeweils die ganzen Ressourcen für die Produktion eines einzigen Gutes verwendet. Sind alle Ressourcen genutzt, so kann die Produktion eines Gutes nur auf Kosten der Produktion eines anderen Gutes ausgedehnt werden (Opportunitätskosten), in der Grafik durch verändern des Punktes p zu sehen.

Die Kurve ist gekrümmt, weil es in der Regel Ressourcen (z.B. Arbeitskräfte) gibt, die sich eindeutig besser für die eine oder die andere Produktion eignen. Punkte innerhalb der Kurve zeigen nicht ausgelastete Produktionskapazitäten (z.B. Arbeitslosigkeit), Punkte ausserhalb der Kurve zeigen eine nicht erreichbare Produktionsmenge. Durch Veränderungen wie mehr Ressourcen, bessere Ressourcen, technischen und organisatorischen Fortschritt erweitern sich die Produktionsmöglichkeiten. Es können somit mehr (und kostbarere) Güter hergestellt werden. Schieber rechts nach oben bewegen. Die Wirtschaft ist also gewachsen.

Eine höhere Auslastung des Produktionspotenzials (Produktionsmöglichkeiten) entspricht konjunkturellem Wachstum des BIP. Eine Ausdehnung des Produktionspotenzials entspricht langfristigem Wirtschaftswachstum.